stieben

stie|ben ['ʃti:bn̩], stob, gestoben <itr.; ist (geh.):
in kleinsten Teilchen durch die Luft fliegen:
Funken stoben von dem Schleifstein, aus dem brennenden Holzstoß.
Syn.: sprühen, wirbeln.

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stie|ben 〈V. intr. 255; istsprühen ● das Pferd galoppierte davon, dass die Funken stoben [<mhd. stieben „sich schnell bewegen, fliegen“ (von Pferden u. Vögeln) <ahd. stioban; verwandt mit Staub, stauben, Nasenstüber]

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stie|ben <st., seltener sw. V.> [mhd. stieben, ahd. stioban, H. u.]:
1.
a) <ist/hat> (wie Staub) in Teilchen auseinanderwirbeln:
beim Abschwingen stob/stiebte der Schnee;
<unpers.:> sie rannten davon, dass es nur so stob;
b) <ist> sich stiebend (1 a) irgendwohin bewegen:
die Funken waren zum Himmel gestoben.
2. <ist> rasch [u. panikartig] irgendwohin davonlaufen, auseinanderlaufen, davonfahren:
alles stob mit Gekreisch von dannen;
die Hühner sind nach allen Seiten gestiebt/gestoben.

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stie|ben <st., seltener sw. V.> [mhd. stieben, ahd. stioban, H. u.]: 1. a) (wie Staub) in Teilchen auseinander wirbeln <ist/hat>: beim Abschwingen stob/stiebte der Schnee; Beim Tischler stiebt auch das Sägemehl (Freie Presse 16. 11. 88, 3); Eisen schmettert auf Eisen, von der Richtplatte stieben Funken (Zwerenz, Kopf 27); Ascheflocken stoben aus einem Fenster (Ransmayr, Welt 238); <unpers.:> sie rannten davon, dass es nur so stob; b) sich stiebend (1 a) irgendwohin bewegen <ist>: Schnee stiebt durch die Ritzen; Von ihren Filzstiefeln stob der Pulverschnee in die Höhe (Schnabel, Marmor 65); die Funken waren zum Himmel gestoben. 2. rasch [u. panikartig] irgendwohin davonlaufen, auseinander laufen, davonfahren <ist>: alles stob mit Gekreisch von dannen; von jäher Wollust gekitzelt, sprangen wir über den Weidezaun und stoben hinunter zum Bach (Harig, Weh dem 31); die Hühner sind nach allen Seiten gestiebt/gestoben; Die Fahrzeuge stoben wie am Abend vorher nach Osten (Plievier, Stalingrad 154); Das Boot stob jetzt durchs Wasser (Ott, Haie 319); russische Panzer ..., die in Kiellinie über das ebene Feld stoben (Plievier, Stalingrad 206).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • stieben — stieben: Das auf das dt. und niederl. Sprachgebiet beschränkte starke, im Nhd. auch schwach gebeugte Verb (mhd. stieben, ahd. stioban, niederl. stuiven) ist verwandt mit den unter ↑ Staub, ↑ stäuben und ↑ stöbern behandelten Wörtern. Die weitere… …   Das Herkunftswörterbuch

  • stieben — Vst. erw. obs. (8. Jh.), mhd. stieben, stiuben, ahd. stioban, mndd. stūven, mndl. stūven Stammwort. Etwas weiter verbreitet ist die Ableitung Staub. Herkunft unklar. Lautlich entspricht ohne anlautendes s gr. tỹphos Rauch, Qualm . Präfigierung:… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Stieben — Stieben, von Rebhühnern hoch fliegen …   Pierer's Universal-Lexikon

  • stieben — V. (Oberstufe) sich wie Staub in die Höhe bewegen Synonym: aufstieben (geh.) Beispiele: Das Dach brach plötzlich zusammen und die Funken stoben zum Himmel. Der Schnee stob um sein Gesicht und taute auf seinen Wangen …   Extremes Deutsch

  • stieben — aufwirbeln, auseinanderwirbeln, davonfliegen, durch die Luft fliegen, spritzen, sprühen; (geh.): aufstieben, emporwirbeln. * * * stieben:⇨sprühen(1) stieben 1.→sprühen 2.→eilen …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • stieben — stie·ben; stob, ist gestoben; [Vi] 1 etwas stiebt etwas fliegt in vielen kleinen Teilchen durch die Luft <Funken> 2 <Menschen, Tiere> stieben irgendwohin Menschen oder Tiere laufen bzw. fliegen (wie) in Panik in verschiedene… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • stieben — stie|ben ; du stobst, auch stiebtest; du stöbest, auch stiebtest; gestoben, auch gestiebt; stieb[e]!; Funken stieben …   Die deutsche Rechtschreibung

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